Die Jury des einheitspreises 2020 war vor allem eins: interessiert an neuen Ideen, die die Deutsche Einheit voranbringen und eine solidarische Gesellschaft möglich machen. Es waren drei Frauen und vier Männer, die jeweils ihre eigenen Biografien und Perspektiven mitgebracht haben. Menschen, die sich mit den Themen des einheitspreises 2020 auseinandergesetzt haben. Auf Basis ihrer persönlichen und beruflichen Blickwinkel haben sie aus den Top 50 Nominierten des einheitspreises, die die Bürgerinnen und Bürger mit ihren Stimmen gewählt haben, die 30 Preisträgerinnen und Preisträger gekürt!

Jana Hensel
Jana Hensel
Jana Hensel ist nicht nur in Leipzig geboren und aufgewachsen, sondern hat dort auch Teile ihres Studiums der Germanistik und Romanistik verbracht (die anderen in Aix-en-Provence und Berlin). Sie ist Journalistin bei ZEIT Online und DIE ZEIT im Osten und hat als Autorin zahlreiche Bücher zur ostdeutschen Identität veröffentlicht, angefangen 2002 mit „Zonenkinder“ und ganz aktuell gemeinsam mit Naika Foroutan „Die Gesellschaft der Anderen“. 2010 erhielt sie für ihr Engagement den renommierten Theodor-Wolff-Preis in der Kategorie Essay, 2019 wurde sie zur Journalistin des Jahres (Kultur) gewählt.

Foto: Dominik Butzmann

Melanie Raabe
Melanie Raabe
Melanie Raabe wurde 1981 in Jena geboren und lebt mittlerweile in Köln. Ihr Herz schlug schon früh für Bücher, Tanz und Theater. Nach dem Studium arbeitete sie daher tagsüber als Journalistin – und schrieb nachts Thriller. 2015 erschien das erste Buch der Autorin, „Die Falle“, das mit dem Stuttgarter Krimipreis für das beste Debüt ausgezeichnet wurde. Drei weitere Thriller folgten bislang. Ihre Romane werden in über 20 Ländern veröffentlicht, mehrere Verfilmungen sind in Arbeit. Melanie Raabe betreibt zudem den Podcast „Raabe & Kampf“ rund um das Thema Kreativität.

Foto: Christian Faustus

Thomas Krüger
Thomas Krüger
Thomas Krüger ist 1959 in Buttstädt geboren und machte zunächst eine Lehre als Facharbeiter für Plast- und Elastverarbeitung bevor er Evangelische Theologie in Berlin studierte, wo er heute noch wohnt. Von 1987 bis 1989 wirkte Krüger als Vikar in Berlin und Eisenach, engagierte sich in der Bewegung „Kirche von unten“, spielte in freien Theatergruppen und Punkbands mit und beschäftigte sich mit dem Dadaismus. Kurz vor der Wende war er außerdem Mitbegründer der Ost-SPD. Seit 2000 ist Krüger Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb.

Foto: Gordon Welters/laif

Daniel Kubiak
Daniel Kubiak
Daniel Kubiak wurde 1982 in Berlin-Friedrichshain geboren und lebt derzeit in einer brandenburgischen Kleinstadt. Er ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Berliner Zentrum für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) und am Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin. Im Dezember 2019 hat er seine Promotion mit dem Titel „Die unendliche Geschichte der ostdeutschen Identität“ abgeschlossen. Er hat sich auf Fragen von Identität und Identifikation spezialisiert und hat diese anhand des Fallbeispiels deutsch-deutscher Identität von Nachwendegeborenen untersucht.

Foto: Andreas Goroncy

Olga Grjasnowa
Olga Grjasnowa
Olga Grjasnowa wurde 1984 in Baku geboren und lebt in Berlin. Die Schriftstellerin veröffentlichte 2012 ihren vielbeachteten Debütroman „Der Russe ist einer, der Birken liebt“. 2020 erscheint ihr neues Buch „Der verlorene Sohn“. Alle ihre Werke wurden für die Bühne dramatisiert und in insgesamt 15 Sprachen übersetzt. Die Autorin hat längere Auslandsaufenthalte in Polen, Russland, Israel und der Türkei hinter sich und wurde mit mehreren Literaturpreisen ausgezeichnet

Foto: René Fietzek

Thomas Platz
Thomas Platz
Thomas Platz wurde 1970 geboren und hat Soziologie, Politik- und Kommunikationswissenschaften studiert. Nach dem Studium arbeitete er u.a. für die Universität Düsseldorf und die Polizeischule Bautzen. 1999 übernahm er in der Gedenkstätte Bautzen die Bildungsarbeit. 2001 folgte der Wechsel zum Sächsischen Landesbeauftragten für Stasi-Unterlagen als Bildungsreferent. Bei der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung verantwortet er seit 2003 Projekte in verschiedensten Formaten für unterschiedlichste Zielgruppen.

Foto: Mandy Rüger/SLpB

Jochen Voit
Jochen Voit
Jochen Voit wurde 1972 in Nürnberg geboren, ist Historiker, Ausstellungskurator und Szenarist für Graphic Novels wie „NIEDER MIT HITLER! oder Warum Karl kein Radfahrer sein wollte“. Seit 2012 leitet er die Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße, die sich der Aufarbeitung der SED-Diktatur in Thüringen widmet. Er berät Museen, entwickelt Veranstaltungskonzepte und ist Lehrbeauftragter im Bereich Public History an der Universität Erfurt. 2006/2007 stand Voit auch als Geschichtsexperte für die Pro7-Sendung „Galileo Mystery“ vor der Kamera.

Foto: Fine Voit