Mythos Montagsdemonstrationen

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Kurzfassung

Die Webpräsentation des Archiv Bürgerbewegung Leipzig bietet einen kurzweiligen Beitrag zur Mythenbildung von DDR-Geschichte am Beispiel des inflationären Bezugs auf die Leipziger Montagsdemonstrationen und den Ruf „Wir sind das Volk“ bis in die Gegenwart. Beginnend mit dem historischen Kern der Friedensgebete seit 1982 über die Demokratie- und Einheitsbewegungen 1989/90, folgen Konflikte im Einigungsprozess bis zu den Pegida-Demos ab 2014. – Die Revolution ist unser Erbe, es lebe der Mythos!

Motivation

Die Montagsdemonstrationen als Ausdruck eines authentischen Volkswillens haben 30 Jahre danach eine mythische Aufladung erfahren. In den verschiedensten Konfliktsituationen vermittelt der Bezug die Aussicht auf Erfolg. Das verschwimmt soweit, dass Teile der Gesellschaft die egalitär gemeinten Wurzeln zur Legitimation ihrer nationalistischen Proteste heranziehen. Es gilt, die Dramatik des Geschehens aus dem Nebel der rituellen Inszenierung zu lösen und dabei neue Darstellungsformen zu finden.