KickOn@Home

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Kurzfassung

KickOn@Home ist eine inklusive, virtuelle Solidaritäts-Veranstaltungsreihe von KickIn! und der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur, die zu Beginn der Corona-Krise entstanden ist. In bislang 15 barrierefreien Online-Veranstaltungen wurden Zuschauer*innen gemeinsam mit Akteur*innen aus dem Profifußball in verschiedenen Formaten für Themen rund um Fußball & Vielfalt sensibilisiert. Gleichzeitig wurden Spenden für soziale Projekte gesammelt, die durch die Corona-Krise betroffen sind.

Sie wurden vom Publikum und der Jury zu den 30 Preistragenden des einheitspreises 2020 gewählt. Was bedeutet Ihnen das?

Wir haben uns riesig gefreut. Für uns ist der Preis eine tolle Bestätigung, dass wir mit unserer virtuellen Solidaritäts-Veranstaltungsreihe KickOn@Home, die sehr spontan zu Beginn des ersten Lockdowns entstanden ist, einen richtigen Weg gegangen sind, der offenbar viele Menschen erreicht hat.

Wie haben Sie das Thema Ost-West bzw. Solidarität in Ihrem Projekt aufgegriffen?

Das Schöne an Online-Veranstaltungen ist, dass man keine Grenzen überqueren muss, um teilzunehmen. Es spielte für uns ersteinmal keine Rolle aus welcher Region die Teilnehmenden kamen. Hauptsache bunt! Wir wollten Vielfalt und Solidarität über den Fußball zeigen. Zu jeder Online-Veranstaltung stand deshalb nicht nur ein Thema, sondern auch ein*e Spendenempfänger*in im Mittelpunkt, die gerade in diesen schwierigen Zeiten auf Unterstützung angewiesen sind.

Was bedeutet das Thema "Deutsche Einheit" bzw. Solidarität im Jahr 2020 für Sie?

Solidarität im Jahr 2020 bedeutet für uns, sich die Sorgen und Ängste gerade gefährdeter Mitmenschen bewusstzu machen, auch wenn wir sie nicht immer vor uns sehen. Wir finden es wichtig, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und auch individuelle Bedürfnisse zugunsten des Gemeinwohls zurückstellen zu lernen und zu merken: zusammen geht es – und noch dazu ist alles leichter! Es bedeutet auch, gerade Menschen, die die letzten Jahre in Vereinen oder gemeinnützigen Organisationen tätig waren und viel für andere getan haben, nun selbst Unterstützung zuteil werden zu lassen.

Wo gibt es aus Ihrer Sicht nach wie vor Probleme zwischen Ost und West und in der Gesamtgesellschaft

Auch wenn sich schon vieles getan hat, gibt es immer noch ganz reale strukturelle Unterschiede zwischen Ost und West: bei Bildungschancen, Infrastruktur und Berufsaussichten. Diese müssen dringend überwunden werden. Soziale Barrieren und Vorurteile sind aber ebenfalls weiterhin vorhanden. Im Fußball spiegelt sich das natürlich auch alles wieder.

Wie können Sie dazu beitragen, dem entgegen zu wirken?

Gerade in den zahlreichen bundesweiten Bündnissen von Fans, wie bei uns in der BundesBehindertenfanArbeitsGemeinschaft (BBAG), steht die Solidarität und das gemeinsame Thema Fußball an oberster Stelle der Aktivitäten. Unser Ziel innerhalb des Projekts KickIn! der BBAG ist es deshalb, mit Projekten wie KickOn@Home Solidarität und Inklusion im Fußball vorzuleben. Wir wollen Barrieren abbauen und Vielfalt in der Gesellschaft stärken, sodass letztlich alle überall teilnehmen und voneinander lernen können. Unabhängig von sozialer oder ethnischer Herkunft, Geschlecht, Behinderung, dem Alter, dem Glauben oder der sexuellen Orientierung. Denn Engagement für Vielfalt bedeutet auch mehr Gleichberechtigung, mehr Gleichberechtigung bedeutet ultimativ auch mehr Teilhabe für alle in einer Demokratie – egal, ob aus Ost oder West.

Haben Sie schon Pläne für das Preisgeld?

Ja, das ist einfach: wir wollen mithilfe des Preisgelds die Veranstaltungsreihe KickOn@Home aufgrund des großen Zuspruchs vorerst bis zum Saisonende, also bis Mitte 2021, fortsetzen!