‚Anderen wurde es schwindelig.“ 1989/90: Schwarz, jüdisch, migrantisch

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Kurzfassung

Die Ausstellung „Anderen wurde es schwindelig. 1989/90: Schwarz, jüdisch, migrantisch“ zeigt drei künstlerische Arbeiten, die sich mit dem deutsch-deutschen Vereinigungsprozess aus Perspektive von nicht-weißen Personen auseinandersetzen. Die Ausstellung trägt zu einer multiperspektivischen Erinnerungspraxis bei. Deutlich wird, inwiefern Rassismus und Antisemitismus zentrale Bestandteile dieser Zeit waren und welche Auswirkungen er auf das Sicherheitsgefühl von nicht-weißen Personen hatte.

Motivation

Motivation war auch die Schattenseiten der Wende zu thematisieren und marginalisierte Perspektiven zu stärken. Eine solche Auseinandersetzung begreifen wir als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Es sollte Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass Erinnerung immer neu hergestellt wird – abhängig davon, wer spricht und wer sich Gehör verschaffen kann. Auf diese Weise sollte eine fragende, sich in Bezug setzende Auseinandersetzung mit 89/90 ermöglicht werden.