Ein Baumkreuz als Symbol der Trennung

einheitspreis 2005 in der Kategorie Kultur

Baum für Baum erweitern viele ehrenamtliche Helfer jeden ersten Samstag im November das Baumkreuz zwischen Eisenach und Kassel. In den einstigen Todesstreifen pflanzte die Initiative „Unternehmen Wirtschaft und Kunst – erweitert“ unter Leitung des Landschaftsarchitekten Norbert Scholz eine Doppelreihe Linden und Eschen in Form eines Kreuzes. Die Initiative erschuf so nach dem Fall der Mauer und dem Grenzzaun entlang der deutsch-deutschen Grenze 1989 mit einem Baumkreuz ein Denkmal.
„Das Baumkreuz und die Allee Eisenach-Kassel sind ein Symbol für die zwei Wege, die das geteilte Deutschland nach dem Krieg gegangen ist. Zwei Gesellschaftssysteme, die stellvertretend für die Spaltung der Welt in die Konflikte Ost-West und Nord-Süd stehen“, so Geschäftsführer der Initiative Frank Wilhelmi.

Baumkreuz-Projekt

Im Jahr 2005 gewann die Initiative den einheitspreis in der Kategorie Kultur – Interpretation der Einheit. Zu dem Zeitpunkt war die Osttangente der Allee fertig gestellt. Bis heute wurden 2000 Bäume auf der Allee von Eisenach nach Kassel gepflanzt. Die Pflanzungen finden jährlich in Zusammenarbeit mit Künstlern, Unternehmen, Landschaftsplanern, Umweltgruppen, dem ortsansässigen Straßenbauamt und Bürgern der anliegenden Gemeinden statt. Neben den Pflanzungen veranstaltet das Unternehmen Führungen, Symposien sowie Vorträge.

www.unternehmenwirtschaftundkunst.de

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